{"id":366,"date":"2025-09-26T15:02:06","date_gmt":"2025-09-26T13:02:06","guid":{"rendered":"https:\/\/madagaskar.opa.cool\/?p=366"},"modified":"2025-09-27T08:22:13","modified_gmt":"2025-09-27T06:22:13","slug":"sitting-at-the-dock-of-the-bay","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/madagaskar.opa.cool\/index.php\/2025\/09\/26\/sitting-at-the-dock-of-the-bay\/","title":{"rendered":"Sitting at the dock of the bay"},"content":{"rendered":"\n<p>Die Schiffe ziehen an uns vorbei. Wir beobachten die Lastensegler und Fischerboote die mit der Flut herein fahren bei ihren Man\u00f6vern. Schwerf\u00e4llig beim Wenden die einen, handlich die anderen. Weiter drau\u00dfen h\u00e4ngt die chinesische Fischereiflotte. Es wirkt wie eine Belagerung. Seit die hier sind, sind die Fischbest\u00e4nde in der Gegend merklich zur\u00fcck gegangen. Besonders schlimm ist es noch weiter im S\u00fcden. Dies zwingt die Seenomaden weiter nach Norden zu ziehen, die ans\u00e4ssigen Fischer erhoffen sich ebenfalls bessere F\u00e4nge weiter n\u00f6rdlich, &#8230;.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Tidenhub betr\u00e4gt hier etwa 2 m. Bei Ebbe ist die Lagune, die unser Hotel vom Fischerdorf trennt, leicht zu durchwaten. Der Ort ist bekannt f\u00fcr seine Bootsbauer. Seit ein franz\u00f6sischer Schiffszimmermann hier sein Wissen mit den Einheimischen\u00a0 geteilt hat, wird das Handwerk innerhalb der Familien weitertradiert. Der Franzose hat ein Ehrengrab im Dorf. Gebaut werden Schoner nach bretonischer Art. Das Holz muss mittlerweile von weit her herangeschafft werden. Mit dem Bau darf erst begonnen werden, wenn der Schamane die Zeit f\u00fcr gekommen h\u00e4lt. Sind ja alles Christen hier. So ein Boot h\u00e4lt nur 10 bis 15 Jahre, wenn das Holz nicht lange genug getrocknet wurde, noch weniger. Der Neubau ist g\u00fcnstiger, als die Reparatur. Nachhaltige Forstwirtschaft ist auch nicht, den Fehler machte schon das antike Europa.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p>Noch bedeuten die gro\u00dfen Holzboote Reichtum f\u00fcr die Bewohner. Sie transportieren Waren entlang der Westk\u00fcste Madagaskars, insbesondere das Salz, das hier in der N\u00e4he gewonnen wird.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Gro\u00dfe Hoffnung setzt man hier auf den Tourismus. Doch zu unserem Gl\u00fcck bleiben die endlosen Str\u00e4nde bis jetzt von den Massen verschont.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Der Englischlehrer der secondary school l\u00e4sst uns ein wenig hinter die Kulissen blicken. Hier geht nur eines von drei Kindern zur Schule. Einerseits ist den selbst ungebildeten Eltern der Wert der Bildung zu wenig bewusst, es ist lukrativer, die Kinder betteln zu schicken. Vielen Touristen ist nicht bewusst, was sie mit ihren gut gemeinten Geschenken anrichten. Andererseits k\u00f6nnen sich viele Familien das Schulmaterial nicht leisten, die \u00f6ffentliche Schule ist desolat und platzt aus allen N\u00e4hten. Die H\u00e4lfte der Kinder sitzt am Boden, es unterrichten keine ausgebildeten Lehrer, die Regierung spart. Es ist gar nicht so leicht zu helfen. Gib der Direktorin Geld, und es verschwindet in ihrer Tasche. Gib den hier t\u00e4tigen NGOs Geld und die finanzieren nur ihre zahlreichen Sitzungen und bringen nichts weiter. Kurz entschlossen kaufen wir im Dorf alle verf\u00fcgbaren Schulhefte und spenden die der Schule. Nicht viel &#8211; aber Hilfe die ankommt.<\/p>\n\n\n\n<p>Nachtrag: Am Abend schwammen die im Osten vergeblich gesuchten Buckelwale drau\u00dfen vor dem Liegestuhl vorbei.<\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_0_placeholder\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Schiffe ziehen an uns vorbei. Wir beobachten die Lastensegler und Fischerboote die mit der Flut herein fahren bei ihren Man\u00f6vern. 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